Bernd Kuhlmann
Eisenbahn-Größenwahn in Berlin
.Die Planungen von 1933 bis 1945 und deren Realisierung.
Textbeschreibung
Eisenbahn-Größenwahn in Berlin
Die Planungen von 1933 bis 1945 und deren Realisierung
1937 bis 1945 planten Adolf Hitler und Albert Speer die Umgestaltung Berlins zur
Reichshauptstadt Germania. Kern der Planungen: die Eisenbahnanlagen in der Berliner Innenstadt
sollten verschwinden. Entstehen sollte eine gigantische, von Prachtbauten gesäumte Nord-Süd-Straße.
Sie sollte zwei überdimensionierte Personen-Fernbahnhöfe an der Ringbahn verbinden: den neuen
Nordbahnhof im Bezirk Wedding sowie den Südbahnhof in Tempelhof.
Die Reichsbahnbaudirektion, 1937 eigens dafür eingerichtet, plante unter anderem zwei
weitere große Personen-, vier Rangier- und vier Ortsgüterbahnhöfe, außerdem eine Außenringstrecke
für den Güterverkehr. Massiv erweitern wollte man den S-Bahnverkehr: mit einer völlig neuen
Generation von Zügen, zusätzlichen Strecken und Fern-S-Bahnen, die nur an ausgewählten Stationen
halten sollten.
Von 1938 bis 1943 wurden einige der Vorhaben in Teilen realisiert. Heute zeugen nur Planungsakten,
wuchtige Bauwerkreste und freies Gelände entlang der Bahntrassen vom Eisenbahn-Größenwahn
Inhalt
Mediadaten Größenwahn
Der Plan
Netzplan zur Umgestaltung der Berliner Bahnanlagen Reichsbahnbaudirektion Berlin, 15. Mai 1941
Reprint, Größe ca. 60 × 60 cm, gefaltet.
Herausgeber: Deutscher Bahnkunden-Verband, Berlin 2005 5,80 Euro
Impressionen aus dem Plan
Ausschnitt Stadt
Ausschnitt Süden